Archiv für März 2008

Zweite Stellungnahme der Antifaschistischen Aktion Buxtehude

Es fällt uns schwer, das Theater der Buxtehuder Kommunalpolitik ernsthaft zu kommentieren, welches mit Bezug auf unsere Gruppe in den letzten Wochen im Buxtehuder Tageblatt statt fand.
Mit ihrem Eilantrag im Jugendhilfeausschuss glaubt die CDU ihr Ziel erreicht zu haben. Der Antifaschistischen Aktion Buxtehude bleibt der Raum im Jugendzentrum vorerst verwehrt. Wir stellen fest, dass uns dieser Sachverhalt a) nicht interessiert und wir b) unsere Aussagen nicht revidieren werden.
Wir wiederholen an dieser Stelle, dass es von uns keine Distanzierung, weder vom Flugblatt, noch von unserer Stellungnahme auf der Internetseite geben wird. Unsere Positionierung ist klar und deutlich.
Der Versuch Biesenbachs uns mit der Begrifflichkeit linksradikal zu diffamieren, schlägt schon deshalb fehl, da dies Teil unseres Selbstverständnisses ist. In der Logik des Buxtehuder CDU-Ratsherren ist dies offenbar ein Manko, für uns Ausdruck emanzipatorischer Politik.

Der Angriff der CDU auf den Leiter des FZH hat System. Die CDU und FDP versuchten Anfang 2006 100.000 Euro in der Buxtehuder Jugendarbeit ein zu sparen. In einer nicht öffentlichen Sitzung sollte dieses Vorhaben diskutiert und bewilligt werden. Unseren Informationen nach hätte eine solche Summe nur mit einer defakto Schließung des Freizeithaus einher gehen können. Der Angriff auf uns, dessen Ziel eigentlich die Führung des FZH war, stellt einen weiteren Versuch dar, einen solchen Rückbau der Jugendpolitik zu legitimieren.
Seit Jahren werden Gelder für Arbeit mit Jugendlichen und gerade Migrant_innen gestrichen bzw. gekürzt. Besonders betroffen davon ist das Jugendfreizeithaus.
Einzig die Buxtehuder „GRÜNEN“ haben diesen Sachverhalt klar geäußert und damit Position für das Freizeithaus und dessen Leiter bezogen. Wir hätten uns eine solche Reaktion auch von den anderen beteiligten Parteien und Gruppierungen gewünscht, anstatt auf den „Distanzierungs-Zug“ der CDU auf zu springen und damit das FZH in Frage zu stellen.
Wir rufen dazu auf, Freiräume für Jugendliche zu schaffen.
Solange Freiräume für Jugendliche nicht existieren bzw. beschnitten werden, müssen diese in Selbstverwaltung von Jugendlichen geschaffen werden.

In diesem Sinne:

Freiräume erkämpfen! Der konservativen Politik die Zähne zeigen!