Symbolische Besetzung des Graninigeländes

Bereits im Zuge polemischer Vorwürfe seitens der lokalen CDU im Februar diesen Jahres, die einen Ausschluss der „Antifaschistischen Aktion Buxtehude“ von den Räumlichkeiten des Freizeithauses forderte und durchsetzten, haben wir die Forderung nach unkommerziellen und selbst verwalteten Freiräumen für Jugendliche aufgestellt. Mit der symbolischen Besetzung des ehemaligen Graninigeländes in Buxtehude in der vergangenen Nacht, verleihen wir dieser Forderung erneut Ausdruck.

Die seit Jahren schleichenden Prozesse von Gentrifizierung ganzer Stadtteile, der Umstrukturierung und Durchkommerziallisierung von vormals selbst verwalteten Freiräumen, geht einher mit einer immer weiter auseinander klaffenden Schere zwischen Arm und Reich. Eine Entwicklung, die einen Großteil der Menschen und insbesondere Jugendliche betrifft und sie damit auf Grund von Geldmangel von gesellschaftlicher Teilhabe ausschließt. Auch die Buxtehuder Lokalpolitik folgt diesem Beispiel, leistet sich auf der einen Seite millionenschwere Verwaltungsneubauten und kürzt auf der anderen Seite Gelder, zum Beispiel für Jugendarbeit im Rahmen des Buxtehuder Freizeithauses. Mit der Drohung ständiger Kürzungen konfrontiert gelingt es der Buxtehuder Politik Einfluss auf Entscheidungen des Freizeithauses zu nehmen.

Wir erkennen die Notwendigkeit, Freiräume zu erkämpfen, in denen eine selbst bestimmte Kultur entwickelt und gelebt werden kann, die auf Solidarität und Gleichberechtigung aufbaut. Freiräume, in denen Menschen unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe und sexueller Orientierung Schutz finden und in denen kein Platz für autoritäre, rassistische, patriarchale und faschistische Umgangsformen und Strukturen ist. Freiräume in denen Menschen sich unabhängig vom kapitalistischen Verwertungsdruck begegnen und verwirklichen können.
Squat the world!